Die Geschichte von solitaire gespielten Spielen

Kartenspiele wurden zuerst im Orient gemalt, später wurden die Karten gedruckt. In Europa wurden die Karten lange als „Gebetbuch des Teufels“ bezeichnet und die Verwendung wurde geahndet. Wann genau zum ersten Mal ein Solitär mit Karten gelegt wurde, ist heute unklar. Als Solitär war schon zu damaligen Zeiten ebenfalls ein Brettspiel bekannt, welches auch heute noch zu Namensverwechslungen führen kann. Daher sprach man bei den Kartenspielen, die alleine, also solitär gelegt wurden, von Patience. Der Begriff Patience beschreibt die größte Tugend, die für Solitär benötigt wird: Geduld.

Erst seitdem die Karten als Videospiel Einzug hielten, ist der Begriff Solitär gebräuchlicher als der Begriff Patience. Im Englischen ist Patience als Begriff jedoch noch öfter anzutreffen. Der Begriff hat sich sogar so weit entwickelt, dass auch ein Kartenspiel, welches mit mehreren Personen gespielt wird, im Deutschen als "Solitär" gilt. Ein Beispiel hierfür ist „Zank-Patience“.

Solitär ist seit den Anfängen von Windows in das Betriebssystem integriert und erreichte seitdem ungeahnte Beliebtheit. Es wird häufiger Solitär gespielt, als alle anderen Computerspiele. Die Entwicklung ist seit dem ersten „Klondike Solitär“, welches in das „Windows 3.0“ Betriebssystem fest integriert war, weit fortgeschritten. Es sind nicht nur mehrere Versionen in verschiedenen Betriebssystemen fest implementiert, sondern es sind auch viele weitere Versionen vorhanden, die kostenlos online gespielt werden können. Allen gemeinsam geblieben ist, dass eine Person alleine, also solitaire (einzeln), spielen kann.

Arten von Solitär und Ablauf

Hunderte von Solitärarten sind heute bekannt. Es wird zwischen solitären Kartenspielen mit 32 Karten und solchen mit 52 Karten und 104 Karten unterschieden.

Zu den 32 Karten Solitär-Spielen gehören: „Acht-Päckchen-Patience“ und „Herz zu Herz“. 104 Karten werden benötigt, wenn „Spider-Solitär“ gespielt werden soll. Die meisten und bekanntesten Variationen sind für ein Kartendeck mit 52 Karten zu finden. So gehören beispielsweise „FreeCell“, „Klondike“, „Aces Up“, „Die gute Dreizehn“, „Die Hochzeit“, „Dreizehn Mal Vier“ und „Das Rad“ zu den bekanntesten Spielen dieser Kategorie.

Egal, um welche Art von Solitär es sich handelt, der Ablauf ähnelt sich. Ein Spieler versucht, die gemischten Karten wieder in ihrer Karten-Reihenfolge auf dem Endablagefeld des Solitär-Tischs unterzubringen.

Die Regeln beziehen sich auf die Möglichkeiten, die Karten zu bewegen und zu sortieren. Unterschiede gibt es anhand von Schwierigkeitsstufen. Die Kartenwerte gehen von Ass, bis zum König. Bei manchen Variationen ist wiederum ein Kartenwert von 2 der Niedrigste und das Ass der höchste Wert. Unterschiede werden zusätzlich in der Verteilung gemacht. Einige Spiele fordern eine Sortierung im Vorfeld nach Farbe, manche nach Wertung oder Bild. Wenn die Karten nach ihrer jeweiligen Wertung auf dem Tisch sortiert wurden, können sie in der Endablage gelegt werden. Wenn sich alle Karten in der Endablage befinden, gilt das Spiel als gewonnen.